Schlagwort-Archiv: humorale Immunreaktion

Th1 vs. Th2: zelluläre und humorale Immunantwort

Die adaptive oder erworbene Immunabwehr besteht im Wesentlichen aus zwei Armen, der zellulären (links) und der humoralen (rechts) Immunantwort.  Weiterlesen

„Balzgesang“ von Taufliegenmännchen beeinflusst Immunsystem der Weibchen

Diese Studie liefert ein Beispiel für die enge Verzahnung von Sinnes- bzw. Nerven- und Immunsystem, die auch bei der Untersuchung psychischer Störungen immer stärker in den Fokus rückt. (Bei vielen dieser Störungen hat man mittlerweile Autoimmunreaktionen nachgewiesen.)

Elina Immonen und Michael G. Ritchie: The genomic response to courtship song stimulation in female Drosophila melanogaster. Proc. R. Soc. B, Published online before print October 5, 2011. doi: 10.1098/rspb.2011.1644.

Die Autoren haben „Balzgesänge“ von Männchen zweier Drosophila-Arten (D. melanogaster und D. simulans) aufgenommen und untersucht, wie diese Aufnahmen die Genexpression in Weibchen der Art D. melanogaster beeinflussen. Die „Balzgesänge“ — rhythmische Tonfolgen, die die Männchen mit ihren Flügeln erzeugen— sind neben olfaktorischen, haptischen und optischen Reizen ein  wesentliches Element der Paarungsanbahnung bei Taufliegen.   Weiterlesen

The Epigenetics of Autoimmune Diseases, Kap. 8: Stress und Schilddrüsen-Autoimmunität

Notizen zum 8. Kapitel des Buches von Moncef Zouali (Hg.), Autor: Agathocles Tsatsoulis; noch nicht allgemein verständlich aufbereitet

Einführung

Schilddrüsen-Autoimmunkrankheiten wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow stellen sich ein, wenn das Immunsystem seine Toleranz gegen Selbst-Antigene in der Schilddrüse einbüßt. Ob es zu Morbus Basedow und damit zu einer Überfunktion (Hyperthyreose) kommt oder zu Hashimoto-Thyreoiditis und damit langfristig zu einer Unterfunktion (Hypothyreose), wird wohl nicht nur durch genetische Faktoren beeinflusst, sondern auch durch epigenetische Effekte, die wiederum von Umweltfaktoren wie Stress verändert werden können.

Stress wirkt über neuroendokrine Signale (Hormone) auf das Immunsystem. Während einer Stressreaktion werden die Hypothalamus-Hypophysen-Achse und das sympathische Nervensystem aktiviert, was zu Erhöhungen der Glucocorticoid- und Katecholamin-Konzentrationen führt. Beide Systeme sollen den Stressoren entgegenwirken und die Homöostase erhalten.

Lange glaubte man, Stresshormone – vor allem Glucocorticoide – würden allgemein immunsuppressiv wirken, doch Stress wirkt unterschiedlich aufs Immunsystem.   Weiterlesen