„Der Japaner“

Zeit für ein Geständnis: Ich lese zwar passiv in einigen Foren von PatientInnen mit Hashimoto-Thyreoiditis mit und bin auch froh, dass es solche Foren gibt. Aber mit dem dort vorherrschenden Diskussionsstil, den ich als unsachlich und unstrukturiert empfinde, und mit dem teils unreflektierten, teils auch geschäftsmäßigen Anpreisen fragwürdiger alternativer Therapien bin ich nie warm geworden.

Was mich dabei mindestens ebenso abstößt wie Verniedlichungsformen („Hallöchen, liebe Hashis!“), ist die Bezeichnung unserer Erkrankung als „der Japaner“: „Der Japaner in meinem Hals macht mich gerade wieder fertig“ und so weiter. Der Pathologe Hakaru Hashimoto hat die Erkrankung 1912 in einem wissenschaftlichen Aufsatz erstmals korrekt beschrieben. Seien wir ihm doch bitte dankbar dafür.

2 Gedanken zu „„Der Japaner“

  1. Eva

    Danke, das spricht mir aus der Seele. Mich macht kein Japaner fertig, auch wenn ich mal mehr mal weniger unter der Krankheit leide…. In Internet-Foren herrscht oft ein eigenwilliger Umgangston, und dieses Beispiel gehört ganz sicher auch dazu.

    Informativer Blog, ich schau hier gerne mal vorbei!

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