Abbildungen aus Teil 1 des Buches komplett

Die Abbildungen aus den Teilen 2 und 3 folgen schrittweise.

Zur Erinnerung: In den letzten Jahren erreichten mich immer wieder mal Anfragen zur Übernahme einiger Zeichnungen aus diesem Blog in Vortragsfolien oder auf Flyer. Um den Interessentinnen und Interessenten (und auch mir) die Arbeit zu erleichtern, veröffentliche ich nach und nach alle Abbildungen aus Band 1 des Autoimmunbuchs mit der entsprechenden Bildunterschrift. Sie dürfen diese Abbildungen gerne in Ihre Materialien übernehmen, sofern Sie die Quelle angeben – und zwar in der folgenden Form:

Dr. Andrea Kamphuis, https://autoimmunbuch.de

Die Beiträge sind in der Kategorie „Zeichnungen“ versammelt.

Wenn Sie sich für das Buch interessieren, dem die Zeichnungen entnommen sind, finden Sie hier weitere Informationen, auch zur Bestellung.

Abb. 94: Funktionelle Redundanz

Die Resilienz artenreicher Ökosysteme ist wohl auf ihre funktionelle Redundanz zurückzuführen: Jede Aufgabe kann durch mehrere Arten übernommen werden; es macht nicht viel, wenn eine Art ausfällt.

Sie dürfen diese Zeichnung gerne in Folien etc. übernehmen, sofern Sie die Quelle angeben: Dr. Andrea Kamphuis, https://autoimmunbuch.de

Abb. 93: Artenreichtum und Resilienz

Oben: Ein artenreiches Ökosystem hat eine hohe Resilienz oder Rückstellkraft: Nach Störungen nimmt es bald den alten Zustand wieder ein.

Unten: Ein verarmtes Ökosystem verkraftet Störungen schlechter; der alte Zustand wird langsamer oder gar nicht mehr erreicht. Das gilt nicht nur für Wälder usw., sondern auch für unser Mikrobiom, dessen Verarmung sich auf das Immunsystem auswirkt.

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Abb. 92: Kommensalen

Kommensalen (wörtlich Tischgenossen) leben mit unseren Zellen zusammen, ohne uns zu schaden – sofern sie nicht überhandnehmen. Wir sind aber auch nicht auf sie angewiesen, oder ihr Nutzen ist zumindest noch nicht bekannt.

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Abb. 91: Symbionten

Symbionten oder Mutualisten leben eng mit uns zusammen und beziehen von unseren Zellen zum Beispiel Schutz oder Nahrung, liefern ihnen im Gegenzug aber auch etwas, das unsere Zellen brauchen.

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Abb. 89: Warum haben Kiefermäuler eine erworbene Abwehr?

Zu den Metazoa oder vielzelligen Tieren (a) gehören die Chordatiere (b), die eine starre Körperachse haben – darunter auch die Wirbeltiere (c) mit ihrer knöchernen Wirbelsäule. Ein Teil von ihnen hat einen Kiefer, der gegenüber dem Schädel beweglich ist: die Kiefermäuler (d). Sie können feste Nahrung zerbeißen und brauchen einen langen Verdauungstrakt, in dem die Kost aufgeschlossen wird. In diesem Schutzraum haben sich viele Mikroorganismen angesiedelt. Die Grenzfläche zwischen dem Darminneren und dem Gewebe dient der Aufnahme von Nährstoffen und ist daher groß und durchlässig. Sie muss gut gegen Eindringlinge verteidigt werden (e). Deshalb haben Kiefermäuler eine erworbene Immunabwehr entwickelt.

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Abb. 88: r- und K-Strategen

 

In der Formel für logistisches Wachstum (zum Beispiel von Bakterien, mit denen man eine Petrischale animpft) kommen die Buchstaben r und K vor. Die Wachstumsrate r gibt die Steilheit der Kurve an, solange noch kein Gedränge herrscht. Die Kapazitätsgrenze K bestimmt, wie viele Organismen (N) der Lebensraum höchstens unterstützen kann, und macht sich im hinteren Teil der Kurve bemerkbar.

Bakterien, Fische oder Mäuse sind r-Strategen: Sie bekommen viele Junge, von denen die meisten jung sterben: Ihre Überlebenskurve fällt anfangs steil ab. K-Strategen wie Elefanten oder Menschen setzen wenig Nachwuchs in die Welt, und ihre Überlebenskurve fällt erst im hohen Alter steil ab. Um das Fortpflanzungsalter zu erreichen und sich lang genug um ihren wertvollen Nachwuchs zu kümmern, brauchen sie ein starkes Immunsystem.

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Abb. 87: Mutationen im Körper und in der Keimbahn

 

Mutationen im Körper (Soma) und in der Keimbahn: Alle Zellen des Körpers entstehen durch wiederholte Zweiteilung aus der Zygote, dem Verschmelzungsprodukt einer Samen- und einer Eizelle. Einige Zellen (am rechten Rand der Zellteilungspyramide) sind Vorläufer von Keimzellen, also Samen- oder Eizellen. Alle anderen bilden im Laufe der Embryonalentwicklung den Körper.

Oben: Mutationen in den Vorläufern der Körperzellen können Eigenschaften von Organen oder Körperteilen prägen, zum Beispiel für dunkle Flecken in einem hellen Fell sorgen. Eine mutierte Zelle gibt die Veränderung nämlich an ihre Tochterzellen weiter. Viele Mutationen lassen die Zelle aber absterben oder führen zu einer weniger effizienten Zellteilung. Auf die Eigenschaften der nächsten Generation haben somatische Mutationen keinen Einfluss.

Unten: Nur Mutationen in den Vorläufern der Keimzellen werden vererbt. Im Beispiel mutiert ein Spermienvorläufer so, dass die Hälfe aller Spermien die veränderte Genvariante enthält. Verschmilzt ein solches Spermium mit einer Eizelle, erbt jede Zelle im Embryo das mutierte Gen, sodass das ganze Tier die darin codierte Eigenschaft ausprägt. Hier hat die Maus dunkles Fell.

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