Seminar am 13. Juni: Schilddrüsenfunktionsstörungen und Psychosomatik

Am 13. Juni findet im Haus der Brandenburgischen Ärzteschaft in Potsdam ein dreistündiges Seminar mit dem Titel „Schilddrüsenfunktionsstörungen – Brücken von der Psychosomatik zur Allgemeinmedizin“ statt. Referent ist der Facharzt Dr. Thomas Lintzen, der sich seit vielen Jahren insbesondere mit der Wechselbeziehung von Morbus Basedow und psychischen Belastungen beschäftigt. Die Kosten betragen 55 Euro, und noch sind offenbar Plätze frei. Hier geht es zur Anmeldung.

Dr. Lintzen machte mich auch auf Studien von Atsushi Fukao aufmerksam, etwa die 2011 erschienene Arbeit „The thyroid function of Graves‘ disease patients is aggravated by depressive personality during antithyroid drug treatment„. Demnach können eine begleitende Psychotherapie oder die Gabe von Antidepressiva die Remission bestimmter, nämlich depressiver und daher mehr negative Belastungen erlebender Patienten mit Morbus Basedow die Chancen auf eine Remission durch die medikamentöse Behandlung verbessern. Das ist jetzt eine stark verknappte und sehr oberflächliche Zusammenfassung meinerseits. Ich hoffe, ich finde demnächst Zeit, mich näher damit zu beschäftigen.

3 Gedanken zu „Seminar am 13. Juni: Schilddrüsenfunktionsstörungen und Psychosomatik

  1. Norbert Nehring

    Na, das ist doch mal intuitives Networking – und es wirkt richtig belebend, sich Ankündigung und Kommentierung auf der Zunge zergehen zu lassen und darüber nachzudenken, was man wohl zu hören und zu schlucken bekommen wird. Danke!

    Kleine Zugabe für die Befeuerung des Autoimmunbuches: https://www.researchgate.net/publication/317099731_Thyroid_Autoimmunity_Role_of_Anti-thyroid_Antibodies_in_Thyroid_and_Extra-Thyroidal_Diseases

    …dann noch ein PS zum besseren Verständnis Umgangs mit dem TSH-Wert in der Hausarztpraxis: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-046.html

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    1. Norbert Nehring

      Diese „Schlagzeile“ aus ScienceDaily vom 15.Mai reiche ich unkommentiert (…und hoffentlich komplett bzw. fehlerfrei 😉 ) nach:

      New hope for patients with depression and anxiety
      Strong link between depression and anxiety disorders with chronic thyroid disease
      http://www.sciencedaily.com/releases/2018/05/180515081726.htm

      12 Jahre nach den ersten vorsichtigen Studieninitiativen – KIT und Dr. Bönsch sei an dieser Stelle gedankt – kommen endlich handfeste Tatsachen auf den Tisch (Stand 2006 – http://kit-online.org/acc/Boensch-SDundDepression.pdf )

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      1. Norbert Nehring

        ….zur Komplettierung hier noch der SpiegelOnline-Artikel: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/depressionen-und-angst-studie-zeigt-verbindung-zu-schilddruesen-problemen-a-1206084.html#ref=rss

        Unabhängig von einer möglichen, besseren Behandlungsstrategie sollte nicht übersehen werden, welche weltweite wirschaftliche Bedeutung Schilddrüsen- und assoziierten Erkrankungen beizumessen ist. Dazu ein Tipp: Die Suchfunktion von https://www.transparencymarketresearch.com/ liefert bei Eingabe von Iodine, Thyroid, Psycho einige denkwürdige „Markt“-Prognosen für die globale Krankheits- und Kostenentwicklung (…Optimierung des Shareholder Value).

        So, zum Schluss möchte ich noch ein Dankeschön loswerden für die immer lesenswerten, hinterfragenden, erklärenden Kommentare, die mich schon aus eigenem Interesse (….ich kann ED und PD vorweisen) von Zeit zu Zeit hier gerne vorbeischauen lassen.

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