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Magnetomakrophagisch angezogen: Wie Tauben nach Hause finden

Haustaube mit schillerndem Halsgefieder, stehend, nach links blickend - eigenes FotoDie Frage ist uralt: Wie finden Tauben, die man weit von ihrem Schlag entfernt aussetzt, nach Hause? Mein letzter Stand war, dass es etwas mit magnetischen Partikeln in den Schnäbeln der Vögel zu tun haben könnte, aber diese Hypothese ließ sich offenbar nicht eindeutig bestätigen.

Ein Team aus Immunolog*innen der Universität Bonn, Physiker*innen der Universität Duisburg-Essen und Ornitholog*innen des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie hat nun eine Studie veröffentlicht, die einen verblüffenden Mechanismus nahelegt – und zugleich eine Brücke zu meinem Thema schlägt, dem Immunsystem:

Makrophagen (evolutionär sehr alte „Fresszellen“ aus dem angeborenen Zweig des Immunsystems) haben unter anderem die Aufgabe, alte rote Blutkörperchen zu vertilgen und abzubauen. Daher häuft sich in ihnen Eisen an – zumindest in bestimmten Makrophagen, die sich in der Leber von Wirbeltieren aufhalten. Damit können diese Zellen offenbar Magnetfelder wahrnehmen, auch das Erdmagnetfeld. Weiterlesen