Archiv der Kategorie: Zeichnungen

Die Zeichnungen aus meinem Buch zur freien Verwendung in Vorträgen, Flyern usw. Quellenangabe: Dr. Andrea Kamphuis, https://autoimmunbuch.de

Abb. 100: Zentrale Toleranz

Die doppelte Selektion im Thymus führt zur zentralen Toleranz. Bei der positiven Selektion in der Rinde (Sieb) sondern kortikale Epithelzellen T-Zellen aus, die keine MHC-Moleküle binden können. Bei der negativen Selektion im Mark (Magnet) ziehen medulläre Epithelzellen T-Zellen aus dem Verkehr, die stark auf Autoantigene ansprechen und daher Autoimmunreaktionen auslösen würden. Übrig bleiben nur solche T-Zellen, die an MHC-Moleküle mit fremden Antigenen binden.

Sie dürfen diese Zeichnung gerne in Folien etc. übernehmen, sofern Sie die Quelle angeben: Dr. Andrea Kamphuis, https://autoimmunbuch.de

Abb. 99: Negative Selektion im Thymus-Mark

Im Thymus-Mark findet die negative Selektion statt: Medulläre Thymus-Epithelzellen (mTEC) zaubern alle möglichen körpereigenen Stoffe aus dem Hut und beobachten, welche jungen T-Zellen ein solches Autoantigen erkennen. Solche T-Zellen müssen noch im Thymus ausgeschaltet werden, weil sie sonst Autoimmunreaktionen auslösen würden.

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Abb. 98: Feinbau des Thymus


Der Thymus besteht aus Läppchen, in denen man Rinde und Mark unterscheidet. Sie sind von einer Bindegewebskapsel umhüllt und durch Septen (schwarz) voneinander getrennt. In den Hohlräumen des Netzwerks, das die Thymus-Epithelzellen (schraffiert) aufspannen, drängen sich Thymozyten, also die T-Zell-Vorläufer – besonders dicht in der Rinde. Um die Zeichnung übersichtlich zu halten, sind sie nur im rechts angeschnittenen Läppchen eingezeichnet, in dem dafür alle übrigen Zellen ausgeblendet sind. In der Rinde halten die Epithelzellen engen Kontakt, während das Netz im Mark lockerer ist. Auf die übrigen Strukturen und Zelltypen im Thymus komme ich in Band 2 zurück.

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Abb. 97: Wo sitzt und was tut der Thymus?

Der Thymus ist ein kleines Organ hinter dem Brustbein. Unreife T-Zell-Vorläufer wandern aus dem Knochenmark in ihn ein. Nach ihrer Reifung und Selektion wandern sie weiter ins
periphere Lymphsystem, etwa in den Verdauungstrakt, die Milz oder die Lymphknoten.

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Abb. 96: Knochenmark unter dem Mikroskop


Unter dem Mikroskop fällt im Knochenmark zunächst das Fett (weiße Bereiche) auf. Die vielkernige Zelle links ist ein Megakaryozyt: eine Riesenzelle, von der sich zahlreiche Blutplättchen abschnüren. Die schraffierten kernhaltigen Zellen sind verschiedene weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und deren Vorläuferzellen. Unter ihnen finden sich einige vesikelgefüllte Granulozyten, z. B. ganz oben rechts. Die kleinen Zellen mit den runden Kernen sind frühe Vorläufer roter Blutkörperchen (Erythrozyten). Wenn sie ihren Kern verlieren, werden sie zu Retikulozyten, also jungen Erythrozyten. Zwischen den Zellen sehen wir Bindegewebsfasern.

(Vorlage: Tafel 72 aus »Gray’s Anatomy«, 1918)

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Abb. 95: Immunzellen im Knochenmark

Weiter geht es nach längerer Pause mit den Abbildungen aus Teil 2 von Band 1 (Nutzungsbedingungen).

Die Knochen eines Menschen enthalten etwa 400 Gramm rotes Knochenmark. Davon sind etwa 180 Gramm mit der Produktion roter Blutkörperchen (Erythrozyten) und ebenfalls 180 Gramm mit der Produktion weißer Blutkörperchen (Leukozyten), also Immunzellen, beschäftigt. Die restlichen 40 Gramm stellen Blutplättchen her, die für die Blutgerinnung benötigt werden.

Abbildungen aus Teil 1 des Buches komplett

Die Abbildungen aus den Teilen 2 und 3 folgen schrittweise.

Zur Erinnerung: In den letzten Jahren erreichten mich immer wieder mal Anfragen zur Übernahme einiger Zeichnungen aus diesem Blog in Vortragsfolien oder auf Flyer. Um den Interessentinnen und Interessenten (und auch mir) die Arbeit zu erleichtern, veröffentliche ich nach und nach alle Abbildungen aus Band 1 des Autoimmunbuchs mit der entsprechenden Bildunterschrift. Sie dürfen diese Abbildungen gerne in Ihre Materialien übernehmen, sofern Sie die Quelle angeben – und zwar in der folgenden Form:

Dr. Andrea Kamphuis, https://autoimmunbuch.de

Die Beiträge sind in der Kategorie „Zeichnungen“ versammelt.

Wenn Sie sich für das Buch interessieren, dem die Zeichnungen entnommen sind, finden Sie hier weitere Informationen, auch zur Bestellung.

Abb. 94: Funktionelle Redundanz

Die Resilienz artenreicher Ökosysteme ist wohl auf ihre funktionelle Redundanz zurückzuführen: Jede Aufgabe kann durch mehrere Arten übernommen werden; es macht nicht viel, wenn eine Art ausfällt.

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Abb. 93: Artenreichtum und Resilienz

Oben: Ein artenreiches Ökosystem hat eine hohe Resilienz oder Rückstellkraft: Nach Störungen nimmt es bald den alten Zustand wieder ein.

Unten: Ein verarmtes Ökosystem verkraftet Störungen schlechter; der alte Zustand wird langsamer oder gar nicht mehr erreicht. Das gilt nicht nur für Wälder usw., sondern auch für unser Mikrobiom, dessen Verarmung sich auf das Immunsystem auswirkt.

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Abb. 92: Kommensalen

Kommensalen (wörtlich Tischgenossen) leben mit unseren Zellen zusammen, ohne uns zu schaden – sofern sie nicht überhandnehmen. Wir sind aber auch nicht auf sie angewiesen, oder ihr Nutzen ist zumindest noch nicht bekannt.

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