Archiv des Autors: Andrea Kamphuis

2 Zentimeter kleiner – Preis halbiert!

Schlange_für_Cover_bunt_ZahnkorrekturDas Autoimmunbuch hat eine radikale Wochenend-Diät hinter sich: Angesichts des hohen Verkaufspreises, den Epubli für das Buch vorsah, und der deutlichen Hinweise einer Verlegerin, dass das viel günstiger geht (1000 Dank, S.!), habe ich das Format von 17 x 24 cm auf 15,5 x 22 cm reduziert, ohne alles neu zu umbrechen. Eine solche Schrumpfkur auf 91 Prozent ist typografisch nicht das Gelbe vom Ei, aber ich denke, das Schriftbild ist noch klar genug. Um das zu prüfen, habe ich nach dem Test-Exemplar bei Epubli nun auch eines bei BOD geordert. Bitte drückt mir die Daumen, dass die Qualität stimmt.

Denn dann kann ich das Buch für 15 Euro anbieten, also für nicht einmal die Hälfte dessen, was ich bei Epubli nehmen müsste. Ein paar Freiexemplare wird es trotzdem geben (1000 Dank, A.!).

In den nächsten Tagen widme ich mich der Leseprobe (1000 Dank, R.!), den Merchandising-Produkten (TTT: Taschen, Tassen, T-Shirts) und der Book Release Party im Mai (1000 Dank, D.!).

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Es wird von Tag zu Tag fasslicher, greifbarer. Das hier ist ein verkleinertes Modell, etwa 80 Prozent des endgültigen Formats (17*24 cm, 27 mm dick). Das Testexemplar wird im April gedruckt – und wenn ich daran nicht allzu viel auszusetzen und zu korrigieren habe, geht die Startauflage für Crowdfunder, RezensentInnen und Early Birds auch noch im April in den Druck.

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Der Wermutstropfen: Der Verkaufspreis wird zwischen 37 und 40 Euro liegen. Beim geringstmöglichen Verkaufspreis beträgt mein Autorinnenhonorar bei Käufen über Drittanbieter wie Amazon oder den Buchhandel 9 Cent; bei Käufen über Epubli bleiben mir dreieinhalb Euro pro Exemplar.

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Für Menschen, die das Buch unbedingt haben möchten, aber nicht so viel übrig haben, wird es dank der erneuten Großzügigkeit einiger UnterstützerInnen einige (wenige) Freiexemplare geben. Außerdem mache ich eine umfangreiche PDF-Leseprobe, sodass niemand die Katze im Sack kaufen muss. Und später (z. B. wenn Band 2 erscheint) wird es ein vollständiges, kostenloses PDF geben.

Franz Schneider, bitte melden

Der Name ist so weit verbreitet, dass ich mit dieser Suchanfrage wohl nicht gegen den Datenschutz verstoße: Zu allen Fehlermeldungen, die ich nach meinem Rundschreiben an die Crowdfunding-Unterstützer im Februar erhalten habe, konnte ich Kontaktdaten ermitteln – mit einer Ausnahme. Es gibt einfach zu viele Franz Schneiders in Deutschland, und weitere Hinweise (Beruf, Stadt, Mailadresse zu einer persönlichen Website usw.) habe ich nicht.

Wenn also zufällig jemand jenen Franz Schneider kennt oder gar jener Franz Schneider ist, der 2011 meine Crowdfunding-Kampagne auf MySherpas unterstützt hat, bitte melden. Danke. Ende der Durchsage.

Cover

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Dieselben Schriften wie im Inneren des Buches: die in Würde gealterte Caslon für den Fließtext, hier aber aus dem Takt geraten wie das gestörte Immunsystem. Und die klare Myriad Condensed für Überschriften und Bildunterschriften.

Der verstörende Angriff auf den eigenen Körper – ganz einfach visualisiert.

Farblich inspiriert von den afrikanischen und jamaikanischen Marktständen in Brixton – wobei ich schon länger mit einem gelben Hintergrund liebäugele, erst recht nach meinen Feldstudien in den Buchläden Londons und Kölns.

„Undelivered Mail Returned to Sender“ und andere Botschaften

Vor zehn Tagen habe ich alle Unterstützer meiner Crowdfunding-Kampagne von 2011 angeschrieben, um zu erfragen, ob sie in der Danksagung namentlich erwähnt werden möchten. Etliche Mail-Adressen gibt es offenbar nicht mehr – was nach sieben Jahren, einigen Pensionierungen, Berufswechseln usw. nicht verwunderlich ist. Nach meinem zweiwöchigen Urlaub versuche ich die neuen Adressen zu ermitteln. Sollte zufällig jemand diese Zeilen lesen, der zum Unterstützerkreis gehört und keine Mail erhalten hat: Ich freue mich über ein kleines Lebenszeichen per Mail, das mir die Adressrecherche erleichtert!

Auch bei allen, die mir so nett geantwortet haben, melde ich mich nach dem Urlaub. Ein Ausdruck des gesetzten PDFs begleitet mich übrigens, denn für einen Korrekturgang finde ich zwischendurch bestimmt Zeit. Und wenn ich wieder da bin, probiere ich meine Cover-Idee aus.

Das Manuskript

Etwa 600 Seiten hat es, einschließlich der gut 250 Abbildungen: das ausgedruckte Manuskript des ersten Bandes. Im zweiten Durchgang habe ich alles auf Papier bearbeitet; man sieht dann anders hin als am Bildschirm. Dabei habe ich auch gleich die Register-Schlagwörter erfasst: Gut 1300 sind es geworden.

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Im Augenblick frische ich meine InDesign-Kenntnisse auf, um den Satzspiegel anzulegen. Und demnächst erhalten die geduldigen Crowdfunder endlich eine Mail: Ich frage ab, wen ich in der Danksagung namentlich oder anonymisiert (in Form von Initialen) nennen darf.

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Einen Drucktermin wage ich noch nicht zu nennen, denn beim Satz kann noch einiges schief gehen. Vielleicht muss ich einige Zeichnungen neu anlegen, weil die Auflösung nicht reicht. Aber die Zielgerade kommt allmählich in Sicht!

Ohne die Aufteilung in zwei Bände wäre mir dieses monströse Projekt entglitten – so aber können wir es bändigen, der Quetschdrache und ich.

Aus der Redigierstube: Aktualisierungsrecherche

Auf Seite 484 des Manuskripts steht wieder so eine Passage, die das Redigieren zum mühseligen, aber auch spannenden Geschäft macht:

„Vor wenigen Jahren hat man allerdings im Gehirn von Mäusen Strukturen entdeckt, die in jeder Hinsicht an Lymphgefäße erinnern … Weitere Versuche deuten darauf hin, dass die T-Zellen durch Gehirn-Autoantigene aktiviert werden. Mäuse, in denen man diese T-Zellen aus dem Gehirn entfernt, haben kognitive Defizite. Eine gewisse Autoimmunaktivität im Gehirn ist also wohl nicht nur unschädlich, sondern für die Funktion des zentralen Nervensystems sogar nötig. Auch in der menschlichen Hirnhaut fanden die Forscher Strukturen, die Lymphgefäße sein könnten. Eine Bestätigung steht aber momentan (Frühjahr 2016) noch aus.

Tja, dann tauche ich wohl mal in die Fachliteratur ein, die seither erschienen ist:

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Erst hat man kein Glück, und dann kommt noch Pech dazu

Noch eine neue Zeichnung für Band 1:

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Ein Autoantigen lässt T-Zellen normalerweise kalt, wenn es ihnen auf MHC-Klasse-II-Molekülen präsentiert wird: Alle darauf reagierenden T-Zellen sind ja schon im Thymus aussortiert worden.
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Wird ein Autoantigen aber modifiziert, zum Beispiel durch Nickelatome oder durch eine sogenannte posttranslationale Modifikation, kann es u. U. an eine seltene MHC-Klasse-II-Variante binden, die sich den T-Zellen aus einem untypischen Winkel darbietet. Dann erkennen womöglich einige T-Zellen das Antigen fälschlich als fremd und schlagen Alarm. Zack: Autoimmunreaktion.

Vom Problem, über ein Thema zu schreiben, das einem ständig davoneilt

Eine kurze Wasserstandsmeldung aus der Redigierstube: Bei der Überarbeitung des Manuskripts für Band 1 des Autoimmunbuchs stieß ich auf Seite 382 auf die Aussage, „derzeit (Oktober 2013)“ seien in der Menschheit „gut 10.000“ MHC- oder HLA-Allele bekannt. Schnell man prüfen, ob das noch stimmt: Nein, natürlich nicht. Es sind inzwischen über 17.000 Genvarianten!

Die DNA-Replikationsgabel

Ich überarbeite gerade ein Grundlagenkapitel des Buches, den „Crashkurs Biologie“. Was noch fehlte: eine Illustration zur Replikation, also zur Verdopplung der DNA-Doppelhelix. Die Darstellung ist stark vereinfacht; tatsächlich sind an dem Vorgang weit mehr Enzyme und Stützproteine beteiligt.

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Ein DNA-Einzelstrang hat chemisch unterschiedliche Enden, 5′ und 3′ genannt, und die beiden Einzelstränge in der Doppelhelix verlaufen in entgegengesetzte Richtung. Wachsen kann ein neuer Strang nur in 5′-zu-3′-Richtung: in Richtung der Pfeile an den Seiten der Puzzleteile. Die Gabelung, an der der alte Doppelstang in zwei Einzelstränge aufgeteilt wird, verschiebt sich allmählich nach links. Der obere der beiden neuen DNA-Stränge kann einfach kontinuierlich in dieselbe Richtung wachsen. Der untere neue Strang muss dagegen von links nach rechts wachsen, also notgedrungen stückchenweise. An jeder Startfahne beginnt ein neues Fragment; wenn es rechts an das vorige Fragment stößt, verbindet ein weiteres Enzym die Enden.

Die Enzyme: T = Topoisomerase, H = Helikase, Pr = Primase, P = Polymerasen